Nachhaltigkeit in der Rohstoffgewinnung

Nachhaltigkeit in der Rohstoffwirtschaft

Stand: Januar 2026

EITI-Standard:

Bereits 2002 hat die Bundesregierung die erste nationale Nachhaltigkeitsstrategie vorgelegt. Sie hat diese seit 2004 alle vier Jahre, zuletzt im Jahr 2024 unter breiter Beteiligung relevanter Akteur/innen sowie Bürger/innen weiterentwickelt. Ab 2016 erfolgte eine Ausrichtung an der 2015 beschlossenen Agenda 2030 der Vereinten Nationen und deren 17 Nachhaltigkeitszielen. Die Nachhaltigkeitsziele betrachten die Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Die Bundesregierung betont, dass die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung grundlegendes „Ziel und Maßstab des Regierungshandelns in allen Bereichen und allen Entscheidungen“ ist, um „gleichermaßen den Bedürfnissen der heutigen sowie künftiger Generationen gerecht zu werden – in Deutschland sowie in allen Teilen der Welt – und ihnen ein Leben in voller Entfaltung ihrer Würde zu ermöglichen“. Das Ziel ist ein fortschrittliches, innovatives, offenes und lebenswertes Deutschland, welches sich durch hohe Lebensqualität, wirksamen Umweltschutz, inklusive und integrative Politikgestaltung auszeichnet und seine internationale Verantwortung wahrnimmt.

Im Januar 2025 hat die damalige Bundesregierung unter dem Titel „Transformation gemeinsam gerecht gestalten“ die Weiterentwicklung der DNS veröffentlicht.1 Sie definiert zentrale Transformationsbereiche – darunter Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Kreislaufwirtschaft – und dient als Fahrplan zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf einer sozial gerechten Transformation, die alle gesellschaftlichen Gruppen aktiv einbezieht und die ökologischen Belastungsgrenzen wahrt. Ein ressourceneffizienter und zirkulärer Umgang mit Rohstoffen wird als wichtiger Baustein für nachhaltiges Wirtschaften hervorgehoben.

Berichtet wird im Kontext der Rohstoffgewinnung zu den Themen Eingriffe in Natur und Landschaft, Umweltschutz, Renaturierung und Rekultivierung, Beschäftigung und Soziales sowie Kreislaufwirtschaft und unternehmerische Verantwortung und Sorgfaltspflichten. Ziel der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist eine sparsame und effiziente Ressourcennutzung und damit die Steigerung der Gesamtrohstoffproduktivität Deutschlands. So wird bis 2030 eine jährliche Steigerung der Rohstoffproduktivität von 1,6 % angestrebt. Die Bundesregierung hat zudem mit der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) Ende 2024 drei strategische Ziele benannt, um den aktuell steigenden Verbrauch von primären Rohstoffen bis 2045 deutlich und langfristig zu senken. Gemäß Koalitionsvertrag 2025 zwischen CDU, CSU und SPD soll die NKWS pragmatisch umgesetzt werden. Signalisiert werden damit Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, dass verstärkte Anstrengungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft und ein effizienter, nachhaltiger, ökologisch und sozial verträglicher Umgang mit der Rohstoffnutzung insgesamt notwendig sind. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht ein Set von Nachhaltigkeitsindikatoren, um die Ziele der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und die UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu messen.2